LECHNER MUSEUM


Das Lechner Museum in Ingolstadt präsentiert in jährlich wechselnden Ausstellungen ausgewählte massive Stahlobjekte einzelner Werkgruppen des Künstlers und stellt sie entweder Arbeiten zeitgenössischer Künstler gegenüber oder schöpft ergänzend aus dessen rund 4000 Blätter umfassendem zeichnerischen und graphischem Fundus.
Hier klicken ....


LECHNER
SKULPTURENPARK


Hier klicken ...

LECHNER STIFTUNG

Die Alf Lechner-Stiftung ist eine Gründung des Stahlbildhauers Alf Lechner(*1925-2017).
Sein umfangreiches skulpturales und zeichnerisches Oeuvre ist an zwei unterschiedlichen Plätzen öffentlich zugänglich.
Hier klicken ...

LECHNER WERKE



hier klicken

AUSSTELLUNGEN + TERMINE

 

KALOTTEN und MAROTTEN

no-img
Foto Werner Huthmacher 

ANKÜNDIGUNG

 

Neue Ausstellung im LECHNER Museum mit dem Titel:

ANFANG und kein ENDE

Eröffnung am Sonntag, dem 14. Mai 2017

 

 
 

 

 
   

Kombinationsführung Lechner Museum und Audi:

"Stählerne Kunst"

Bei einem Rundgang durch das Lechner Museum in Ingolstadt auf dem ehemaligen Gelände der Auto Union lernen Sie den Umgang des Künstlers Alf Lechner mit dem Werkstoff Stahl kennen. Beim anschließenden Besuch des Presswerks am Audi-Standort Ingolstadt erleben Sie, wie aus Stahlplatten "Kunstwerke" für die Karosserien der Audi-Modelle entstehen.

 

Termine:  

                  Do - 27.04.2017  um 15 Uhr

                  Do - 05.11.2017  um 15 Uhr

                  Do - 23.11.2017  um 15 Uhr

Sprache:    deutsch

Preise pro Person:

Erwachsene                                                    Eur  7,00

Rentner, Studenten, Jugendliche bis 18 Jahre

und Menschen mit Behinderung             Eur  3,50

Kinder bis 6 Jahre in Begleitung              frei

 

Startpunkt: Audi-Forum Ingolstadt, Empfang für     Werkführungen

 

Anmeldung erforderlich über die Infoline der Audi AG unter

Tel. 0800 2834444 oder per mail an welcome@audi.de

 

 

                                                                                               

_____________________________________________

Frau Dr. Simone Schimpf, Direktorin des Konkreten Museums, Ingolstadt, am 13. März 2016 anläßlich der Eröffnung der Ausstellung

KALOTTEN und MAROTTEN:

Simone Schimpf definiert zunächst den Begriff Kalotte als Segment einer Kugel, deren Schnittflächen an einer Wand oder auf dem Boden zu liegen kommen können. Genau das, die Beziehung von Körper und Fläche zum Raum, interessiert Lechner.

Die Anordnung der Kalottenformation im Obergeschoß des Museums erscheint prima vista zufällig. Lechner hat ein über Eck gestelltes Quadrat als Grundfläche gewählt. Keine aufdringliche Anordnung, aber eine Systematisierung im Raum.

Die geschmiedeten Kugeln haben einen Durchmesser von 100 cm und ein Gewicht von 3.000 kg. Alle Arbeiten stammen aus den 1980er Jahren. Heutzutage sind solche Kugeln nicht mehr zu fertigen, kein Schmied wäre heute in der Lage, derartige Arbeiten auszuführen. Dieses Ausmaß stellt die maximale Größe dar, die technisch möglich war. Eine verschwindende Fertigkeit und Könnerschaft.

Die im Erdgeschoß des Museums ausgestellten                 MAROTTEN kennen viele als BIZARRE FLÄCHEN, aus denen sie hervorgegangen sind.                                            

Dazu Alf Lechner: "Die Stahlarbeiter, die auf präzise und störungsfreie Arbeit stolz sind, wehrten sich zunächst gegen diese, in ihren Augen unvernünftige Art und Weise, absichtlich Schrott zu erzeugen. Nach langen psychologischen, aber auch praktischen Erklärungen über die Erarbeitungen von Skulpturen und dem dazu notwendigerweise unüblichen Umgang mit Stahl konnte ich sie zu diesem abenteuerlichen Unternehmen überreden. Das Ergebnis verblüffte sogar die Fachleute. Ich glaube, es ist mir gelungen, den Stahl nahe an der Schmelztemperatur in einen empfindlichen, selbst gestalterischen Zustand zu versetzen."

Alf Lechner fügte die schrundigen dünnen Flächen in klare rechteckige Rahmen. Besondere Aufmerksamkeit verdient das Triptychon, eine sakrale Form, welche Mittelalterkünstler für Altarretabel verwendeten.  Auch bei Lechner hat dieses Werk eine beeindruckende Sakralität.

Wie entsteht diese Wirkung? Er gewinnt sie aus der Spannung von gegensätzlichen Aspekten, die sich immer wieder in seinem Werk finden:

präzise Form - Auflösung der Form

Schnitt und Kante durch Sägeschnitt - schmelzender Brennschnitt

Bewegung, Dynamik - Statik, ruhende Position

geschlossene Form - Öffnung, gewaltsamer Durchbruch

Schwere - Leichtigkeit

Fragilität - Mächtigkeit, Unverwundbarkeit

Lechners Bandbreite ist in all seiner Vielseitigkeit in dieser Ausstellung zu erleben.

Auszug aus der o.g. Rede.

_________________________________________________________

Bayerischer Rundfunk, Abendschau am 11. Mai 2015

Beitrag über und mit ALF LECHNER:

zur BR Mediathek


AKTUELLE AUSSTELLUNG

 

ALF LECHNER. KALOTTEN und MAROTTEN

13. März 2016 - 30. April 2017

 

Als Kalotte, ein aus dem Französischen stammender Begriff, wird eine Flachkugel bezeichnet, deren Wölbung von einem Kugelabschnitt und nicht von einer Halbkugel gebildet wird, somit ihr Stich geringer ist als der Radius.

Alf Lechners KALOTTEN sind massive, geschmiedete Körper unterschiedlicher Durchmesser und Höhen, welche in einem Raum einzeln, in Gruppierungen oder Formationen am Boden zu liegen kommen. Es drängt sich der Eindruck auf, die Kugelabschnitte seien im Boden versinkende Körper und die Horizontale bilde die Schnittfläche. Vergleichbar Eisbergen, welche nur einen Bruchteil ihres Volumens oberhalb der Wasserfläche preisgeben.

Im Kontrast zu diesen überwiegend flachen Gebilden treten Lechners MAROTTEN, auch ein dem Französischen entlehntes Wort, u.a. Eigentümlichkeit, Laune, fixe Idee umschreibend. Bizarr muten sie an, die dünnwandigen, spitzschrundig rauhen, teils löchrigen, reliefartigen Flächen, die der Künstler in Rahmen spannt - sie derart gleichsam begrenzt-, um sie  dann in horizontaler oder vertikaler Ausrichtung in den Raum zu stellen. Ihre Allansichtigkeit ist hervorzuheben, keine Fläche gleicht der anderen. Die Plastizität der Oberflächen bewegt sich in dem Spannungsfeld zwischen z.B. filigraner Fragilität und massiver Kompaktheit oder strömendem Fließen und formender Erstarrung.

Mit dieser Werkgruppe, - zu Lechners Spätwerk gehörend-, führt der Künstler die Perfektion ad absurdum, die üblicherweise sein Werk charakterisiert. Lechners Vision der Entgrenzung technischer Verfahren und Machbarkeit findet Niederschlag in der malerischen Oberflächenfarbigkeit und reliefartigen Plastizität der gerahmten Plastiken alias MAROTTEN.

 

 

 

 

PRESSEKONTAKTE
info@alflechner-stiftung.com

POSTANSCHRIFT
Alf Lechner Stiftung, Allée 3, 91795 Obereichstätt


PRESSEVERTEILER
Gerne nehmen wir Sie in unseren Verteiler auf.
info@alflechner-stiftung.com

NEWSLETTER
Gerne nehmen wir Sie in unseren Verteiler auf.
info@alflechner-stiftung.com