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AKTUELLE AUSSTELLUNG

ALF BACHMANN   ALF LECHNER  

HIMMEL    WASSER    STAHL

25. Februar - 09. September 2018

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Alf Lechner (1925 – 2017) Nach Alf Bachmann WV1813, Ambach 1945, Pastell auf Papier, 20,5 x 29,5 cm Fotografie © Studio Hetzer  

 


NÄCHSTE ÖFFENTLICHE FÜHRUNG am 29. APRIL

 

Die nächste öffentliche Führung durch die neue Ausstellung „ALF BACHMANN, ALF LECHNER – HIMMEL WASSER STAHL“ im Lechner Museum Ingolstadt und im Lechner Skulpturenpark Obereichstätt findet am Sonntag, 29. April 2018 um 14 Uhr statt.

Im Anschluss an die Führungen im Lechner Museum Ingolstadt um 14 Uhr, gibt es um 16 Uhr  zusätzlich eine Führung im Lechner Skulpturenpark in Obereichstätt. Der idyllisch im Altmühltal gelegene Lechner Skulpturenpark befindet sich auf dem Gelände eines ehemals Königlich-Bayerischen Eisenhüttenwerks mit dazugehörigem Steinbruch und ist ein beeindruckendes Erlebnis. Auf über 23.000 qm sind mehr als 70 Skulpturen von Alf Lechner zu sehen. Ebenso gibt die Führung Zutritt zur Ausstellungshalle und dem Papierhaus. Ein Besuch im Lechner Skulpturenpark in Obereichstätt ist nur im Rahmen von Führungen möglich.

Die Kombinations-Führung (Lechner Museum und Lechner Skulpturenpark) dauert insgesamt ca. drei Stunden und kostet 9,50 € pro Person.

Die Fahrtzeit von Ingolstadt nach Obereichstätt mit dem privaten PKW beträgt ca. 35 Minuten. Sollten Sie mit dem Zug oder öffentlichen Verkehrsmitteln kommen, bemühen wir uns, dass Sie eine Mitfahrgelegenheit bei einem/einer weiteren Besucher/In der Führung erhalten.

Eine Anmeldung hierzu ist nicht erforderlich. Bei Interesse an der Führung lediglich im Skulpturenpark Obereichstätt wird aber um telefonische Mitteilung unter 0841 - 305 2250 bzw. 0841 - 305 2252 gebeten.



WEITERE ÖFFENTLICHE FÜHRUNGEN 2018

 

Donnerstag 10. Mai Alf Lechner

Skulpturen im öffentlichen Raum

Sonntag        13. Mai

Internationaler Museumstag

Eintritt Frei + Sonderprogramm

Sonntag        27. Mai

Sonntag        24. Juni

Familienführung

Sonntag        29. Juli

Sonntag        26. August

Samstag       08. September

Nacht der Museen

Eintritt Frei + Sonderprogramm

 

Die öffentlichen Kombi-Führungen beginnen jeweils um 14 Uhr im Lechner Museum Ingolstadt

+ werden um 16 Uhr im Lechner SkulpturenparkObereichstätt fortgesetzt.

Eine Anmeldung zu diesen Führungen ist nicht erforderlich.

 

Zur Buchung von privaten Führungen, Sonder-, Gruppen- oder Schul-führungen kontaktieren Sie uns bitte unter:

lechnermuseum@ingolstadt.de

oder: +49 (0)841 305 2250


AKTUELLE AUSSTELLUNG

Das Lechner Museum freut sich sehr, zum ersten Mal frühe Pastelle und Öl-Bilder des Bildhauers Alf Lechner (1925 - 2017) und Werke seines Lehrers, dem Marine- und Landschaftsmaler Alf Bachmann (1863 - 1956) in der Gegenüberstellung präsentieren zu können. Bachmann vermittelte Lechner die Kunst der Malerei, die Auseinandersetzung mit dem Spiel der Elemente. Sie bildete die Grundlage für Lechners Weg zur abstrakten Stahl-Skulptur.
Alf Bachmann, 1863 bei Danzig geboren, ist besonders für seine Darstellung der Küsten und Meere bekannt, für seine Kompositionen von Wasser, Wolken, Wind und Licht. Es gelang ihm, flüchtige Momente der Natur in ihrer Essenz mit Pastell und Öl einzufangen und stimmungsvoll zu verdichten. „Die Unendlichkeit unberührter Natur ergreift mich“, schrieb Bachmann selbst. Er war es, der das künstlerische Talent Lechners früh erkannte, und ihm den Weg in die Kunst wies. Lechner blieb seinem Lehrer ein Leben lang in der Faszination für die Elemente verbunden. Sie inspirierte ihn und seine Arbeit mit dem Stahl. Er bezwang ihn mit Feuer und Wasser, setzte ihn wiederum den Elementen aus und schuf neue Landschaften. Erfahrbar wird diese Faszination auch durch Lechners letzte Rauminstallation Labyrinth (2007-2017). Die Werke von Alf Bachmann aus der Sammlung des Landesmuseums Schleswig, Schloss Gottorf und der Alf Lechner Stiftung werden zum großen Teil zum ersten Mal öffentlich ausgestellt.


Alf Bachmann   Alf Lechner  -  Ein Lehrer und sein Schüler
 
Der Marine- und Landschaftsmaler Alf Bachmann fand in Alf Lechner einen sehr begabten Schüler. Bachmann hatte seinen ersten Sohn bereits zu Beginn des zweiten Weltkriegs an der Front verloren, und baute zu seinem einzigen Schüler eine enge Beziehung auf. Die beiden trafen sich durch einen glücklichen Zufall:


Bachmanns Atelier befand sich im selben Haus wie die Wohnung der Familie Lechner. In der Mandelstraße in München, direkt am Englischen Garten, und später in Ambach am Starnberger See, vermittelte Bachmann Lechner die Kunst der Landschaftsmalerei und die Auseinandersetzung mit dem Spiel der Elemente. „Mein philosophischer Großvater erzog mich dazu das Denken zu lernen, die Natur zu beobachten und durch Zeichnen das Sehen zu lernen“ schrieb Alf Lechner später. Es war der innige Wunsch von Alf Lechner, die Werke seines Lehrers hier in einer Sonderausstellung im Lechner Museum zu präsentieren.

Erstmals werden in der Ausstellung Werke von Alf Bachmann und Bilder aus dem Frühwerk von Alf Lechner in Kombination präsentiert. Die Mehrzahl der Bilder wird zum ersten Mal öffentlich ausgestellt. Die Gegenüberstellung erlaubt dem Besucher einen neuen Einblick in Lechners künstlerische Entwicklung. Sie zeigt, wie auf Basis von Malerei und Naturbeobachtung eines der wichtigsten Bildhauerischen Werke unserer Zeit entstehen konnte. Erst diese Grundlagen erlaubten es ihm, den Werkstoff Stahl, in all seinen Aspekten zu begreifen.

Alf Bachmanns umfangreiches Werk umfasst ca. 2,500 Bilder, welche detailliert in einem Opusbuch verzeichnet sind. Bachmann ließ sich von keinerlei Diskussion oder künstlerischen Strömungen seiner Zeit beirren oder beeinflussen. Er blieb sich und seinem naturverbundenen Stil, dem Gesehenen und Erlebten treu. Die meisten Werke schuf er im Atelier nach Skizzen, Zeichnungen und seinen gespeicherten Beobachtungen. Er verweilte als geselliger Weltenbummler und unkonventioneller Bohemien im bürgerlichen Hintergrund, und ging seine eigenen Wege. Bachmann pflegte viele Freundschaften zu den wichtigen Intellektuellen und Münchner Künstlerkreisen seiner Zeit, über die er gerne anekdotisch berichtete. Eine besonders enge Freundschaft verband ihn mit Simplicissimus-Gründer Thomas Theodor Heine (1867-1948), auch nachdem dieser 1933 aus Deutschland floh. Bachmann war ein Mann mit vielen Lebensregeln, einem strikten Tagesablauf. Auch war er von großer Genauigkeit: In seinem Pastellkreide-Kasten fanden sich 180 verschiedene Grautöne. Bachmann verfasste viele Kurzgeschichten und Reiseberichte, war ein passionierter Ornithologe und Naturkenner.
Während seines langen Lebens reiste er viel, nicht nur innerhalb Europas und nach Skandinavien bis Island, sondern auch nach Ägypten, Afrika und Südamerika, unter zum Teil schwierigsten Bedingungen. Immer wieder suchte Alf Bachmann Küstenländer auf.  Er war fasziniert von den sich stets wandelnden Lichtverhältnissen, den flüchtigen Momenten, dem Spiel der Elemente Wind, Wolken, Wellen, Meer, Ebbe, Flut, der Gischt an den Steilküsten, von allem was man nicht wirklich festhalten kann. Es gelang ihm dennoch diese flüchtigen Momente der Natur in ihrer Essenz mit Pastell und Öl einzufangen und stimmungsvoll zu verdichten. „Die Unendlichkeit unberührter Natur ergreift mich“, schrieb Bachmann.
 
Lechner blieb seinem Lehrer, der sein Talent früh erkannte, ein Leben lang in der Faszination für die Elemente verbunden. Sie inspirierte ihn und seine Arbeit mit dem Stahl. Er bezwang ihn mit Feuer und Wasser, setzte ihn wiederum den Elementen aus und schuf neue Landschaften. Erfahrbar wird diese Faszination auch durch Lechners letzte große Rauminstallation LABYRINTH (2007-2017) im Erdgeschoss des Museums. Die in dieser Ausstellung präsentierten Werke zeigen, wie diese gemeinsamen, so virtuosen wie romantischen Naturstudien die Grundlage bilden, für das auf die strenge Reduktion von Materialverhalten und mathematisch geometrischen Gesetzmäßigkeiten seiner Stahlskulpturen gerichtete spätere Lebenswerk von Alf Lechner. Alf Lechner verbindet bei seiner lebenslangen Erforschung des Elements Stahl die seiner Persönlichkeit zugrunde liegende barocke Kraft mit der urdeutschen Idee der Romantik, was sich eindrucksvoll im Verhältnis zu seinem Lehrer  spiegelt und in dieser Ausstellung erfahren lässt.
 
Die Werke Alf Lechners sind geprägt vom Material Stahl, dem Werkstoff der industriellen Revolution, mit dem sich Alf Lechner bis an die Grenzen des Machbaren auseinandersetzt und andererseits von geometrischen Grundformen und den Gesetzen der Geometrie, unter deren Anwendung er Stahlkörper verschiedentlich addiert, verformt, verändert und zu einer neuen Ordnung zusammengefügt. „Was keinen Wiederstand bietet, interessiert mich nicht“ war sein Credo. Lechner faszinierte das Material Stahl, dessen enorm physischer wiederstand ihn reizte und gleichzeitig erlaubt die Vielfältigkeit der Verarbeitungsmöglichkeiten in den verschiedenen Aggregatszuständen: flüssig glühend, erkaltet, eine große Breite künstlerischen Ausdrucks. Sobald eine Skulptur zu sehr gefiel, wusste Lechner, dass er etwas verändern müsste.
 
Während das von Bachmann vermittelte Wissen und malerische Können, sowie viele Aspekte seiner Lebensphilosophie in Alf Lechner zeitlebens lebendig blieben, so unterschied er sich doch in einem wesentlichen Punkt von seinem Lehrer: Alf Lechner erfand jeden Tag etwas Neues. Er war ein Entdecker und Erfinder, setzte jeden Tag Fragezeichen hinter das Bewährte, so lange bis es für ihn perfekt war. Nur so konnte Lechner in über 70 Schaffensjahren ein Werk von mehr als 800 Stahlskulpturen schaffen, das in seiner Klarheit und Vielfalt einzigartig ist. „Es muss so aussehen, als ob’s vom Himmel gefallen ist“ sagte Lechner gerne über seine Skulpturen.


VERGANGENE AUSSTELLUNG 2017

 

ALF LECHNER | ANFANG UND KEIN ENDE

18. MAI 2017 -  28. JANUAR 2018

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Foto: Studio Hetzer 

 

ALF LECHNER | ANFANG UND KEIN ENDE

18. Mai 2017 - 28. Januar 2018 (verlängert)

 

ANFANG UND KEIN ENDE ist die erste Ausstellung im Lechner Museum, Ingolstadt, nach dem Tod des preisgekrönten Namensgebers und widmet sich erstmals dem Ursprung von Alf Lechners Werk. Die Werkschau zeigt ca. 40 frühe Landschaftszeichnungen und 10 Aquarelle aus den Jahren 1945/1946 und setzt diese in Dialog zum zeichnerischem Spätwerk des Künstlers (2000-2012) sowie zu seiner letzten Skulpturengruppe Würfelschnitte aus dem Jahr 2014. 

 


SKULPTUREN

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Bildunterschrift 

Alf Lechner (1925 – 2017)

Ohne Titel, 2014

Stahl, massiv, gewalzt und gebrannt

120cm x 120cm x 240cm

WV Nummer 804

Gewicht: 23,000 kg


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